Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion im MGH Riesa im Rahmen des Projektes

„Riesaer*innen auf dem Weg in die deutsche Einheit“

Die Podiumsdiskussion wird aufgrund der aktuellen Umstände (Corona) auf den 19.05.2021 vertagt.

 

30 Jahre deutsche Einheit – Unser Weg bis hier

Präsenz- und Onlineveranstaltung

Als einstige Industriestadt, unter anderem mit großem Stahlwerk, Zündholzfabrik und Reifenfabrik, hat Riesa in den 30 Jahren seit der Wiedervereinigung eine große Veränderung durchgemacht. Auf der einen Seite ist mit dem Wegfall der Arbeitsplätze ein Wegzug, unter anderem, in die größeren umliegenden Städte wie Dresden und Leipzig zu verzeichnen, so dass in den Prognosen die Einwohnerzahlen stetig sinken. Auf der anderen Seite gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die sich für Riesa und das Leben vor Ort einsetzen und die Stadt auch wieder für junge Menschen attraktiv machen möchten. Diese Entwicklung kann als exemplarisch für viele andere Städte im ländlichen Raum Ostdeutschlands bezeichnet werden.

In unterschiedlichen Bürgergesprächsformaten, die in Riesa in den letzten Jahren stattfanden, rückte in Gesprächen über die persönliche Lebensgeschichte das Thema der ‚Wendezeit‘ und die damit verbundenen positiven wie negativen Umbruchserfahrungen immer wieder in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang merkten viele Bürgerinnen und Bürger an, dass sie in der öffentlichen Debatte über diese Epoche die eigene Wahrnehmung wenig repräsentiert sehen.

Woraus begründet sich dieses Gefühl? Was bedeutet das für die zukünftige Debatte? Was kann jeder und jede Einzelne zu einer vielschichtigen Erinnerungskultur und gleichzeitig zu einer lebendigen öffentlichen Diskussion beitragen?

Im Mehrgenerationenhaus Riesa diskutieren im Rahmen des Projektes „Riesaer*innen auf dem Weg in die deutsche Einheit“ auf dem Podium und gemeinsam mit Ihnen drei Personen aus Politik, Wissenschaft und Riesaer Zivilgesellschaft.

Mit Ihnen ins Gespräch kommen die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping, Clemens Villinger als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Leibniz-Zentrum für Zeithistorischen Forschung Potsdam und Andreas Näther, der als Mitbegründer des Neuen Forums die ‚Wendezeit‘ in der Stadt mitgestaltete und seitdem in der Riesaer Zivilgesellschaft aktiv ist. Geleitet wird die Diskussion von dem Zeithistoriker und Journalisten Wolfgang Porsche, der auch in der Dialogreihe „Deutschland im Gespräch“ der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution“ moderierte.

Die Podiumsdiskussion ist als Präsenzveranstaltung geplant und wird auch im Livestream übertragen.

Zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion im MGH Riesa ist eine Voranmeldung nötig.
Telefon: 03525/ 518678
Mail: thaler@sprungbrett-riesa.de.

Die Onlineteilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

Die Online Veranstaltung erfolgt über Zoom. Über den Button werden Sie direkt zum Zoom Meeting geleitet über welches Sie an der Podiumsdiskussion per Livestream teilnehmen. Ihre Anmerkungen und Fragen können Sie über den Chat an die moderierende Person schreiben, die den Livestream betreut. Diese werden an das Podium weiter gegeben.

Das Zoom Meeting kann über die Browser Firefox, Edge und Chrome erreicht werden.

Da die Podiumsdiskussion den breiten Austausch über das Thema fördern möchte, ist eine aktive Beteiligung, sowohl bei der Präsenzveranstaltung, als auch beim Livestream möglich und gewünscht.

Es diskutieren:

Petra Köpping

Als Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt beschäftigt sich Petra Köpping täglich mit den Belangen der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen. Schon während ihrer langjährigen Arbeit als Abgeordnete des Sächsischen Landtages bildete der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern des Freistaates einen wichtigen Schwerpunkt. Seit mittlerweile knapp drei Jahren beschäftigt sich die Staatsministerin intensiv mit dem Thema der Nachwendezeit und die damit verbundenen Lebensrealitäten der Menschen in Sachsen. Nicht zuletzt durch ihr Buch „Integriert doch erst einmal uns! Eine Streitschrift für den Osten“ trägt sie dieses Thema über die Landesgrenzen hinaus und wirbt für eine breite Aufarbeitung der Nachwendezeit.

Clemens Villinger

Clemens Villingen studierte bis 2012 Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft an der TU Dresden und HU Berlin. Anschließend absolvierte er ein Volontariat bei der Stiftung Berliner Mauer und Mitarbeiter der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Von 2016 bis 2020 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in der Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ‚Wende’“. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und assoziierter Doktorand im Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.

Andreas Näther

Als ehemaliger Jugenddiakon in Riesa-Gröba, durch langjährige Quartiersarbeit in den Stadtteilen Gröba und Weida in Verbindung mit vielen Arbeits- und Beschäftigungsprojekten und letztlich durch die Gründung des Trägervereins Sprungbrett e.V. 2004 ist Andreas Näther seit den 80er Jahren mit den Themen der Stadt Riesa und seiner Bürgerinnen und Bürgern vertraut. An der Gestaltung der ‚Wendezeit’ in Riesa war er unter anderem maßgeblich durch die Mitbegründung des Neuen Forums Riesa (heute SPD) beteiligt. Heute ist er als Stadtrat und in weiteren Funktionen ehrenamtlich für die Stadt und Region tätig und setzt sich für eine starke Zivilgesellschaft ein.

Ort: MGH Riesa, Alleestraße 88, 01591 Riesa

 

Termin:

Die Podiumsdiskussion wird aufgrund der aktuellen Umstände (Corona) auf den 19.05.2021 vertagt.

 


Zeit: 18 Uhr – 20 Uhr

Ansprechpartnerin:
Isabel Thaler
Koordination „Riesaer*innen auf dem Weg in die deutsche Einheit“
Koordination MGH Riesa

Tel.: 03525/518678
Mail: thaler@sprungbrett-riesa.de

Posted on: 21. Oktober 2020Kunze

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